Marienbad liegt inmitten eines Gebiets, das ausserodentlich reich an natürlichen Mineralquellen ist. Auf einem kleinen Gebietentspringen aus der Tiefe ungefähr 100 Quellen. Die Heilwirkungen dieser Quellen wurden bereit von den Mönchen des unweit liegenden Tepler Klosters ermittelt. Bereits in 1528 hatten die Mönche über hiesige Quellen berichtet. Diese Quellen blieben jedoch lange unzugänglich, vom Sumpfland und undurchdringlichen Wäldern umgeben. Um die Entstehung einer Kurstelle machte sich erst der Arzt Josef Jan Nehr verdient, der sich im 18. Jahrhundert für die Ausnutzung der Quellen zu Heilzwecken einsetzte. Sein Bemühen war schliesslich erfolgreich und Marienbad wurde in 1818 zum öffentlichen Kurort erklärt und wurde sehr bald zu einer sehr beliebten und viel besuchten Kurstadt.

KREUZQUELLE

Die Kreuzquelle wurde nach einem Holzkreuz benannt, das einst unweit dieser Quelle gestanden hatte. Diese Quelle ist eine der ältesten und am längsten benutzten Quellen, die wegen der therapeutischen Wirkung insbesondere für die Behandlung der Erkrankungen des Verdauungstraktes (Magen-, Darm-, Gallenblasen-, Leber- und Pankreaskrankheiten), bei Stoffwechselkrankheiten (Fettsucht, Gicht, Diabetes mellitus) und bei allergischen Erkrankungen, die durch Verdauungsstörungen bedingt sind, verwendet wird.

Diese Quelle ist ein Natrium-Sulphat-Hydrogen-Karbonat eisenhaltiger Säuerling mit erhöhtem Gehalt der Metakieselsäure. Früher wurde er als Glauberscher oder salinischer Säuerling bezeichnet. Die sich im Wasser befindenden Schwefelsäuresalze haben laxativen Effekt, insbesondere bei einer grösseren Menge als ¾ Liter pro Tag.

FERDINANDSQUELLE

Die Ferdinandsquelle befindet sich im Zentrum des Ortsteils Úšovice und gehört zur gleichen Quellengruppe wie die Kreuzquelle, obwohl sie in einem grösseren Umfang mineralisiert ist. Diese Quelle ist besonders für die Behandlung des Verdauungstrakt und Stoffwechselstörungen geeignet. Die Quelle besteht aus insgesamt sieben Austritten, zur Trinkkur wird jedoch nur die Quelle Ferdinand I benutzt. Die anderen Austritte werden für Mineralbäder verwendet.

RUDOLFSQUELLE

Die Rudolfsquelle ist 350 m südöstlich von der Ferdinandsquellekolonnade entfernt und verdankt ihren Namen dem Kronprinzen Rudolf, dem Thronnachfolger des Franz Josef I. Es handelt sich um einen natürlichen Säuerling mit diuretischen Wirkungen. Sie wird deshalb bei Erkranklungen der Nieren und Harnwege verwendet. Die Quelle enthält eine grosse Menge Kalzium (das Kalzium-Magnesium-Verhältnis ist 5:4) und deshalb gilt die Trinkkur als eine geeignete Ergänzungstherapie bei der Behandlung der Osteoporose. Die Rudolfsquelle hat entzündungshemmende Wirkungen und wird bei Entzündungen der Harnwege verwendet.

WALDQUELLE

Die Waldquelle entspringt am nördliche Stadtrand und unterscheidet sich durch ihre chemische Zusammensetzung von den anderen Quellen. Durch ihre Zusammensetzung wird der Mageninhalt leicht alkalisiert und aus diesem Grunde ist die Quelle für Behandlung von verschiedenen Krankheiten des Gastrointestinaltraktes geeignet. Das Heilwasser wird auch zur Inhalationstherapie bei Erkrankungen der oberen Atemwege angewendet. Es ist auch geeignet als Heiltherapie bei einigen urologischen Krankheiten, z.B. bei Harnsteinen aus Harnsäure, die stark vom Heilwasser alkalisiert werden.

AMBROSIUSQUELLE

Die Ambrosiusquelle wurde nach dem Abt des Tepler Klosters Ambrosius benannt. Die Quelle besteht aus drei Austritten von ähnlicher chemischer Zusammensetzung. Es geht um leicht mineralisierte Eisenoxid-Säuerlinge, die wegen hohen Eisengehalts bei einigen Krankheitsformen der Blutarmut und wegen ihres diuretischen Effekts auch bei Erkrankungen der Harnwege, insbesondere bei Lithiasis empfohlen werden. Die Ambrosiusquellen entspringen bei dem Hotel Centrální Lázně.

KAROLINENQUELLE

Die Karolinenquelle hiess ursprünglich die Neuquelle und das Heilwasser wurde früher unmittelbar an dem Wasseraustritt getrunken. Nach einer Rekonstruktion der Wasserleitung wurde das Quellenwasser bis zur Kolonnade der Rudolfsquelle zugeführt. Im Unterschied zu den anderen Quellen hat diese Quelle einen höheren Magnesiumgehalt (das Kalzium-Magnesium-Verhältnis ist 2:5) und wird deshalb bei unterschiedlichen urologischen Erkrankungen und zur Behandlung von Nierensteinen angewendet.

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